"Hm…, 1/10 fehlt für Gold", haderte I. nach ihrem Sprintresultat. "Geschafft", umso größer die Freude bei der 19-jährigen J. über Ihre 3000 m -Zeit, mit der sie die letzte Bedingung für das Deutsche Sportabzeichen erfüllte und ihre Bewerbungsunterlagen für die öffentliche Behörde komplettieren konnte. Überhaupt war die Frage: "Hat's gereicht?", eine der meist verwendeten Redewendungen bei der Übungsgruppe "Sommerfit und Sportabzeichen". In diesem Sommerhalbjahr neu angelaufen, boten die Übungsleiter den Teilnehmern ein breitgefächertes sportliches Bewegungsfeld an. Leistungsorientiert mit dem Ziel des Sportabzeichenerwerbs oder mehr auf die Fitnessverbesserung ausgerichtet oder nur aus Spaß an der Bewegung gaben sich die TeilnehmerInnen mit einem Altersspektrum von 16 bis 78 Jahren einem manchmal recht schweißtreibenden Training hin.

Nach der obligatorischen Aufwärmrunde und der gymnastischen Vorbereitung ging es an die verschiedenen "Wettkampfstätten". Hochsprung, Kugelstoßen, Schleuderballwerfen, Weitsprung etc., alles was die Leichtathletik so bietet, wurde ausprobiert. Die sportlichen Aktivitäten blieben aber nicht nur auf das Stadion beschränkt. Im benachbarten Waldseebad erschwammen die Sportabzeichenkandidaten ihre Leistungen von der halben Bahn für die 25 m-Sprintstrecke bis zu 16 Bahnen für die Ausdauerleistung über 800 m. Die Alternative für die Sprint- bzw. Ausdauerleistung im Wasser oder auf der Laufbahn bot das Radfahren. Mit dem "einfachen" Dreigangrad oder Rennrädern der gehobenen Preisklasse drehten die Radler ihre Runden auf den Straßen vom Langen See in Großwelzheim bis zur Mainfähre Seligenstadt für die 20 km-Ausdauerstrecke. Im Prischoß jagten teilweise mit Hightech-Rennmaschinen die Amateurradsprinter mit beachtlichem Tempo von bis zu 45 km/h über die 200 m-Strecke.

 

Wer seinen Schwerpunkt mehr auf den freizeitsportlichen Aspekt ausrichtete, konnte seine Fitness mit Dauerlauf, Badminton (allerdings zuweilen windbeeinträchtigt) oder einem Fitnessprogramm mit Stretching, Stabilisationsübungen und Intervallläufen erhalten oder verbessern. Großen Zuspruch fand gegen Ende des Sommerhalbjahres das Boulespielen. Die möglichst nahe Platzierung der Metallkugeln an die Zielkugel aus Holz zog eine ganze Reihe der Sommerfitler in ihren Bann. Zu einem besonderen Highlight entwickelte sich das Privattraining mit dem Golfschläger. Auf der improvisierten "Driving Range" trieb Wolfgang Zipf mit seinem Schützling die Golfbälle quer über den Stadionrasen.


Im Rückblick zeigten sich die meisten Teilnehmer recht zufrieden mit dem neuen Konzept des Pendants zu "Winterfit". Teilnehmer aus Kahl und hessischen Nachbargemeinden bis nach Dörnigheim fanden den Weg ins Stadion des Turnvereins. Ob reine Bewegungsfreude, die sportliche Betätigung in der Gruppe, der Neuerwerb des Sportabzeichens bzw. dessen zum Teil mehr als 50-fache Wiederholung oder die Notwendigkeit für Bewerbungen bei Polizei oder Zoll die sportliche Tauglichkeit nachzuweisen, waren die Triebfedern, sich jeden Mittwoch den vier Übungsleitern des Turnvereins anzuvertrauen. Menschen mit Behinderung eiferten mit jugendlichen oder jung gebliebenen Sportlern um die Erfüllung ihrer persönlichen Leistungsziele. Die gegenseitige Unterstützung und das teilweise lautstarke Anfeuern sorgten für eine freundlich kameradschaftliche Stimmung in der Übungsgruppe, bei der der Inklusionsgedanke zu aller Zufriedenheit umgesetzt werden konnte.


Am 21. Dezember 2017 findet mit der Verleihung der Sportabzeichen im Stadion am Waldseebad das Projekt "Sommerfit 2017" seinen offiziellen Abschluss. Mehr als 30 Teilnehmer können dann ihre Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Sportabzeichen-Wettbewerb 2017 in Empfang nehmen.

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